Cook au Wachau: 2 Tages Kurztrip in die Weinregion

Nach Ostern bedeutet eins – es ist Saisonschluss hier. Was so viel heißt wie: Zwei Wochen frei und alles Geplante reinpacken, was man sonst in einem gesamten Jahr auf seiner bucket-list hätte.

Die Zeit ist knapp und soll gut genutzt werden – daher stellt sich hier die Frage „2 Tage Wachau – what to do?“

Normalerweise würde man sagen, zwei Tage werden knapp, denn diese wunderschöne, aus allen kitschbeladenen Heimatfilmen bekannte Wachau hat viel zu bieten: Donauschifffahrten, grüne Weinberge, hügelige Landschaften und ein Meer aus Marillenblüten.

Dieses Jahr 2017 hat es aber wettertechnisch in sich und so kann man einige Aktivitäten vorweg von der Liste streichen (und andere aufnehmen – aber mehr dazu gleich).

Also rein ins regennasse und kalte Auto und nach fast vier Stunden Autofahrt in der so bekannten Wein- und Marillenregion angekommen. Für das Grau-in-Grau kann die Wachau nichts. Nein. Schön ist sie trotzdem. Man erkennt das Potenzial ihres umwerfenden Zaubers bei Sonnenschein. Man kann die alte mittelalterliche Pracht spüren. Und man erkennt das touristisch einwandfrei vorbereitete Urlaubsziel. Im Sommer muss es sich hier stapeln, aber die Gegend ist gerüstet: Busparkplätze, Weinstraßen, eine Buschenschank um die Nächste. Hier gibt es bestimmt genügend Platz für jeden Radfahrer, Spaziergänger, Weintrinker..

Wir haben uns in Mautern in einem Urlaub am Bauernhof-Haus niedergelassen. Von dort aus wurde wohl alles erkundschaftet was es für einen Kurztrip zu sehen gibt. Also: Was passt alles in 2 Tage Wachau:

1 Go for a cultural walk: Die Altstadt Melk und das Stift Melk

Imposant regt es sich empor, dieses Benediktinerstift Melk und gibt einen atemberaubenden Blick auf die omnipräsente Donau und die Altstadt Melk frei. Selbstverständlich ist es UNESCO-Welterbe und selbstverständlich mussten wir dort hin. Sehenswert und vollgepackt mit Kultur ist es allemal und es wird die frühere Verbindung des weltlichen Kaiserhofs mit der kirchlichen Instanz sichtbar. Nicht umsonst finden sich Kaiserstiege und Kaisertrakt im öffentlich-zugänglichen Bereich. Geschützt vor den Blicken der Besucher ist die Klausur, der private Bereich der Mönche – Recht haben sie, im Sommer dürfte es hier sonst nicht ruhig und besinnlich zugehen.

Ein besonderes Highlight war der Besuch der Bibliothek im Stift. Habe ich (Vreni) doch schon seit Kindertagen den Wunsch diese mal zu besuchen. Fasziniert staunte ich über die 100.000 Bände, die hier ihre selige Ruhe finden.

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Wunderschön auch die Altstadt von Melk. Schöne Gassen zum Flanieren und viele Beisl warten hier auf hungrige Besucher. Wir haben im Rathauskeller gespeist und es war vorzüglich. Wie überall in Österreich, hat auch hier der Bärlauch in der Frühlings-Küche Hochsaison – und wir lieben es. Alles mit Bärlauch wird verdrückt.

2 Go for a sporty architectural walk: Dürnstein und die Burgruine

Das Städtchen Dürnstein – es liegt etwas Mystisches auf diesem 700-Seelen Fleckchen. Ist es die architektonische Schönheit? Ist es der Anblick, wie sich der Nebel um die Burgruine schmiegt? Wohl eine Kombination aus allem… Ein wunderschönes 5-Sterne-Extra-Class Schlosshotel thront dort auf den Felsen über der Donau. Kleine Gässchen und schiefe Häuser säumen die Straßen bis zum Treppensteig, der sich unerbittlich einen Weg durch den Weinberg schraubt. Mit jedem Schritt offenbart sich aber eine wunderschöne Aussicht über Dürnstein und die umliegende Region und die grünen Hügel in der Ferne. Schön ist es hier. Es ist ein schöner Spaziergang hinauf, die Ruine ist eben eine mittelalterliche Ruine – davon gibt es in Österreich mehr als genügend, der Ausblick jedoch ist nicht überall zu finden. Wäre es nicht so windig gewesen, wären wir länger geblieben, so hatten wir Angst dass es uns verweht.

3 Don’t go for a walk: Day Spa and Relaxing-Time in Dürnstein

Wir Lungauer sind grundlegend kältere Temperaturen ja gewohnt. Wir haben auch für alle Witterungen die richtige Kleidung, was aber nicht heißt, dass wir sie nicht ab und an mal gern beiseitelegen. Schnell online nach einem guten Day Spa gesucht und auch gefunden. Das Wellness-Hotel Pfeffel kurz vor Dürnstein hat uns warm empfangen und uns das graue Wetter versüßt. Da wir noch in der wenig beliebten Vorsaison aufgetaucht sind, hatten wir den 1000 Quadrat-Meter-Spabereich auch fast für uns zwei alleine. Sole-Grotte, Dampfbad und diverse Saunaanlagen wurden zur Knochen-Erwärmung herangezogen. Tief entspannt warten übergroße Matratzen auf Kuschelbedürftige. Herrliche Stunden mit Panoramablick über die Donau. Es gibt wahrlich schlechtere Zeitvertreibe.

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4 Go for a simple way of life: Die Natur, die Weinberge, die Aussicht

Es ist wichtig anzukommen. Nicht nur im Urlaub, vor allem bei sich selbst. Ansonsten ist jeder Kurztrip ein Davonrennen. Also rein in die Natur und den Blick genießen. Egal wo, hier in der Region ist jeder Pfad eine Erkundung wert.

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5 Learn something new

Ab und zu spielt das Wetter verrückt. Wenn die Temperaturen zuerst mal sommerlich ansteigen und dann Richtung Gefrierpunkt fallen, dann ist das für unsereins vielleicht lästig, aber für die Wein- und Marillenbauern der Region bedrohlich. Die Blütezeit hat schon begonnen und wenn der Frost und Reif nun ohne Rücksicht auf Verluste auf die Bäume und Pflanzen losgeht, dann kann das schon mal eine ganze Ernte ruinieren. Diese Sorge war allseits präsent, jeder Wirt sprach darüber, jeder Bauer ging bis spät abends noch mal raus, um nach seinen Bäumen zu schauen. Damit es diese warm haben und eventuell gerettet werden können, haben die Bauern und Bäuerinnen überall Strohballen gelegt. Kriecht der Frost durch die Nacht, zünden sie diese an und hoffen dass diese zusätzliche Wärme die zukünftige Ernte beschützen kann. Wir hoffen das Beste..

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6 Eat and drink like a Kings and Queens

Wie bei jedem unsere Ausflüge ist ein Thema unumgänglich: Die Suche nach ausgezeichnetem Essen und Trinken. Gegessen haben wir vorzüglich. So gut, dass es keine Zeit für Fotos gab. Wir lieben die Buschenschanken und Fisch – von allem gibt es hier genug. Aber Vorsicht, der gute Cookauvin hatte nicht gerade Glück mit dem Wein. Wir sind ausgestattet mit einer enormen Affinität für Rotwein, ohne Anspruch auf Wissen, dafür mit einem ausgeprägten Geschmack. Und gerade dieser gute Geschmack blieb uns bei dem Roten schwer verwehrt. Die Weißen gehen aber alle. Tja, wir lassen uns gerne das nächste Mal vom Gegenteil überzeugen, aber die roten „Heckenklescher“ hinterließen teilweise starre Gänsehaut.

Cookauvins Tipp: Wir haben auch das Loisium besucht und waren begeistert! Dieses (Wein-)Erlebnis ist echt eine Reise wert und auch für Kinder zu empfehlen.

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