Das Kraut des Helden – die Schafgarbe

Ihr lateinischer Name Achillea millefolium geht der Sage nach auf den trojanischen Helden Achilles zurück. Der soll den verwundeten König Telephus mit der Schafgarbe gerettet haben. Ihre blutstillende Wirkung wurde in so ziemlich jedem Krieg in der Wundheilung eingesetzt – parallel dazu war sie als Frauenkraut bereits früh sehr beliebt. Nicht umsonst gibt es den Vers „Schafgarbe im Leib, tut wohl jedem Weib“. Und selbst die Schulschwänzer haben so ihre spezielle Erfahrung mit der Schafgarbe. So haben sich die ganz Wilden die gefiederten Blättchen in die Nase gesteckt, mit den Fingern drauf geklopft und schon hatte man Nasenbluten [Anmerkung an dieser Stelle: Bitte nicht nachmachen, schulfreie Tage hin oder her]. Ob das so klug ist, wagen wir an dieser Stelle zu bezweifeln, die restlichen Wirkungsgebiete der Schafgarbe sind es jedoch sehr wohl.

Schafgabe (c)ShutterstockBotanik

Die Pflanze, die zu den Korbblütlern gehört, wird im beginnenden Frühjahr mit genügend Abstand an einem recht sonnigen Platz gesäht. Sie wächst und gedeiht von Anfang Juni bis Oktober

Wirkstoff

Durchwegs vielfältig ist ihre Heilkraft, das verraten wohl auch schon ihre Namen. So leitet sich „Garbe“ von einem altdeutschen Wort ab und bedeutet nichts anderes als „die Heileinde“. In Österreich benennt man sie auch als „Bauchwehkraut“. Durch ihre Inhaltsstoffe ist die Schafgarbe ein überaus gesundes natürlichen Bittermittel, das besonders bei Frauenkrankheiten, Leber-, Magen-, Darm- und Gallenbeschwerden und zur Appetitanregung verwendet wird. Druch die krampflösende, entzündungshemmende Wirkung des ätherischen Öls verschwinden Bauchschmerzen und Blähungen rasch.

Wo findet man die Schafgarbe

Sie ist weitverbreitet und kommt in ganz Europa und Teilen Asiens häufig vor. Man finden sie an Wegrändern, Wiesen und Weiden.

Ernten

Steht die Schafgarbe in ihrer vollen Pracht wird sie von Juli bis September geschnitten und geerntet. Hier werden nur die obersten 15 Zentimeter abgeschnitten und verwendet. Versuchen Sie die Ernte in der Mittagszeit und an trockenen, warmen Tagen, dann ist das ätherische Öl in allen Pflanzenteilen am kräftigsten. Und  achten Sie bei empfindlicher Haut auf den Saft der Schafgarbe. Dieser enthält nämlich Furanocumarine und kann bei sensiblen Menschen Hautirritationen auftreten lassen.

Tee

Hier geht’s zum Rezept für einen krampflösenden, entspannenden wohltuenden Tee aus Apfelminze, Himbeerblätter, Ringelblume und Schafgarbe.

Schafgabentee (c)Shutterstock

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