Brennnessel-die Königin des Unkrauts

Die Königin des Unkrauts, wie sie oft genannt wird, mit ihren feinen brennenden Härchen besitzt vielfältige Heilkräfte und findet sich nun auch endlich immer mehr in der (Wildkräuter-)Küche wieder. Zeit sie sich näher anzusehen.

Botanik

Für die Gärtner unter uns kann sie eine wahre Plage sein. Jedes Kind hat sie schon mal zu spüren bekommen und sieht auch als Erwachsener noch etwas erschrocken auf die Pflanze. Die Brennnessel gehört zur Familie der Nesselgewächse und wird in der botanischen Fachsprache auch „Urtica dioica“ genannt. Sie zählt zu den mehrjährigen Pflanzen und kann über einen Meter hoch werden. Überall auf Stängel und Blättern finden sich die verhassten Brennhaare. Im Garten sind sie zwar nicht gern gesehen, jedoch sind sie als Biodünger äußerst sinnvoll und locken auch wunderschöne Schmetterlinge an.

Wirkstoff

Gleich vorweg, warum brennt denn diese Pflanze so? In den Brennhaaren stecken Ameisensäure, Histamin und Acetylcholin – Gifte, die Hautrötung und Schmerzen verursachen. Daneben ist sie vollgepackt mit Vitaminen und Mineralstoffen. Zusätzlich enthält die Brennnessel sauerstoffaktivierendes Chlorophyll und das Enzym Sekretin, das die Bildung der roten Blutkörperchen anregt.

Wo findet man die Brennnessel

Die Brennnessel findet man weltweit und überall in den gemäßigten Klimazonen. Die Ernte passiert am besten kurz vor Blühbeginn (Mai oder Juni). Bitte mit Handschuhen! Die oberen Triebspitzen, also die oberen 8cm, können verwendet werden, die dann auch im Ganzen getrocknet werden. Die Trocknung ist ganz einfach und die Blätter trocknen auch leicht. Sobald diese dann starr sind, habe ich die Blättern mit Handschuhen abgestreift. Ein paar Biester haben noch gebrannt.

BrennesselKulinarik

Frische Brennnesseln können wie Spinat verkocht, oder als Suppe zubereitet werden, sogar in Öl wie Chips geröstet oder frisch als Saft oder Salat verzehrt werden. Getrocknet sind sie länger aufzubewahren und können so auch im Tee das ganze Jahr über zubereitet werden.

HIER bekommst du das Rezept für eine besonders schnelle und einfache Brennnesselsuppe.

Tee

Die Brennnessel im Tee schmeckt rauchig-herb und ganz leicht nach Spinat. Die Pflanze hat keine ätherischen Öle, daher soll oder kann man sie mit anderen Aromapflanzen mischen.

Brennnesseltee1 TL Brennnessel mit 250ml kochendem Wasser übergießen und 7 Minuten ziehen lassen. Abseihen und genießen. Soll gut gegen Frühjahrsmüdigkeit, bei Leber- und Gallenleiden, Verdauungsstörungen und rheumatischen Beschwerden sein.

Vorsicht sei geboten, wenn man Herz- und Nierenfunktionsstörungen hat, oder an einer Histaminintoleranz leidet. Generell sollten alte Brennnesselblätter nur gekocht gegessen werden.

 

Bildquellen  (c) Shutterstock – aus vorübergehendem Mangel an vorliegenden Alternativen.

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