Thai Food in Bangkok: Street Food, Garküchen & Paradise – ein Foodguide

Thailändisches Essen begeistert beinahe jeden. Die Vorstellung von frischem Gemüse, exotischen Gewürzen und süßem Obst lassen die Geschmacksknospen ausblühen. Die Vorstellung, gerade diese Köstlichkeiten an einer Garküche in dreckigen Gassen zu essen, ruft meist ein energisches Kopfschütten hervor. Auf wackeligen Plastikstühlen nebst hochfrequentierten Straßen, bei Abgaswerten jenseits der Alarmgrenze, zu sitzen und Essen mit Plastikbesteck zu verspeisen, scheint dann doch für viele undenkbar. Für jeden, der Tischmanieren kennen und schätzen gelernt hat, ist dieses thailändische Street Food eins: exotisch. Und selbst für hartgesottene Ausprobierer, fällt das wahllose Bestellen, in Form von darauf Tippen, ab und zu echt schwer. Hat man doch schon gar keine Ahnung, was man hier ordern soll, oder wie es doch auf thailändisch heißt. Auch wir dachten anfänglich daran mit Tom Yum und Tom Kha Gai Suppe den Gipfel der Mutigen erklommen zuhaben. Dem Himmel sei Dank, dass wir eines besseren belehrt wurden! Wir lernten ein semi-thailändisches Pärchen kennen gelernt, das uns endlich einmal alles auf den Tisch bestellt hat, was wir kennen mussten. Wir haben euch hier eine Übersicht au unseren Lieblingsspeisen zusammengestellt, vieles davon ist „Street Food“, anderes Klassiker, die man überall bekommt und einiges davon haben wir selbst in einem Thai-Kochkurs auf Koh Chang zu kochen gelernt und euch die Rezepte mitgebracht.

Auch haben wir euch am Ende des Artikels einige Tipps hinterlegt, wo ihr gutes Street Food in rauen Mengen bekommt! Bei dieser Auswahl haben wir uns auf das Food-Eldorado Bangkok konzentriert. Hier eine foodastische Rundreise durch Garküchen, Street Food Wägen, Foodcorners und Juicy-Wägen erlebt. Das einzige was wir nicht gemacht haben: Restaurants mit Türen, Stühlen und KellnerInnen gegangen. Los geht’s:

Was musst du unbedingt probieren – der Foodguide!

Die Drinks

Thailand ist ein sehr warmes und stickiges Land, so ist viel Trinken unumgänglich. Wir präferieren ja bekanntlich Wasser – aber in Bangkok findest du eher an jeder Ecke süße Fruchtsäfte, Tees und Shakes – sowie unser Favorit: die junge, grüne Kokosnuss.

Die Fruchtsäfte
Überall siehst du Wägen mit Kisten voll Eis und darin gekühlte bunte kleine Fläschchen. Das sind verschiedene Fruchtsäfte aus Granatapfel (Pomegranate), Hibiskus (Roselle), Sauerdattel (Tamarinde), Orange oder andere Sorten. Sie sind picksüß und sehr günstig (50 Baht, zirka 1 Euro). Die meisten bieten hier auch kühles Wasser an – aber für den anderen Geschmack, kann man sich schon mal durch die Säfte kosten. Köstlich und ganz anders.

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Cha yen Tee (thailändischer Eistee
Es gibt ihn in den Varianten Dunkler Thai Eistee (Cha Dam Yen) oder Limetten Thai Eistee (Cha Manau). Auf alle Fälle knallt der ziemlich rein: Die Mischung aus schwarzem Thai Tee und gezuckerter Kondensmilch auf Eis ist eine köstlich süße Erfrischung – mit Suchtfaktor!

Thailändischer-Eistee-street-food-bangkok

Butterfly Pea Tea – dok-un-chun
Dieser blaue Tee wird aus einer kleinen Kletter- oder Schlingpflanze hergestellt. Die Blüten werden zum Einfärben von Essen hergenommen, was sich in Thailand großer Beliebtheit erfreut. Auf den Street Food Streifzügen haben wir viele davon in Form von extrem bunten Bubble-Teas gesehen. In den kleinen Restaurants auf den Inseln dann eher in Form von wunderschönen Aperitifs.

Die Suppen

Tom Yum Goong
Süß-scharf-Sauer. So sollte eine Suppe nach unserer Vorstellung nicht zwingend schmecken. Gerne haben wir uns vom Gegenteil überzeugen lassen und haben Tom Yum am Liebsten mit Garnelen (Goong) gegessen.

 

Tom Kha Gai Suppe
Der absolute Liebling der Lady, sie hat so viele davon in all den Besuchen verdrückt, dass sie bereits Unterschiede in der Zubereitung erkennen kann, auch wenn etwas an der Zutatenliste fehlt. Jedenfalls ist diese Suppe eine köstlicher Topf voll Kokos, Hühnchen (oder anderen Hauptzutaten), Kaffir Lime und Koriander – und ja, auch wenn sie Koriander wie die Pest hasst, hier passt es ihr. Hier geht es zum ausprobierten und abgesegneten Rezept -> hier.

 Tom-Kha-Gai-Suppe-Street-Food

Das Hauptspeisen

Thai Spring Rolls (Po Piah)
Der absolute Klassiker und für jeden Beginner das Richtige. Frühlingsrollen kennt man nämlich auch bei uns – zumindest die frittierten. Bei der thailändischen Variante kommen noch Glasnudeln mit rein, das Gefühl auf der Zunge muss man mögen. Man bekommt sie überall und kann sie im Vorbeigehen snacken. Auf oft sieht man die unfrittierte Variante, also nur im durchsichtigen rohen Reispapier. Schauen schön aus, haben aber einen vietnamesischen Einschlag – aber nicht minder köstlich!

Satay Spieße
Satay ist der Begriff für diese Art von Spießen, die dann über einem Feuer gegrillt werden. Diese Satay Spieße können mit Fleisch, Seafood oder Tofu gemacht werden und werden dann je nach Wunsch noch gewürzt.
Dieses Foto entstand in China Town – an der „Hauptstraße“.

Satay-Spieße-in-Chinatown-Bangkok Satay-Spieße-in-Chinatown-Bangkok

Papaya Salad (Som Tam)
Der scharfe Salat aus jungen grünen Papayas ist fruchtig, frisch und – wie bereits erwähnt – scharf! Er ist eine der klassischen Beilagen. Wir haben ihn mit frischem Obst bekommen, einmal mit Nüssen, einmal ohne Papayas – was doch noch speziell war. Aber das ist wohl wie bei uns der Erdäpfelsalat – du bekommst ihn überall, und überall schmeckt er anders, aber viel falsch machen kannst bei der Bestellung nicht.

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Pad Thai
Pad Thai ist ja DAS Nationalfutter in Thailand. Das gibt es wirklich überall und in jeder Variante – wir haben uns durch viele, zu viele, durchprobiert – und haben es schließlich auch kochen gelernt. Einmal ist es süßer, einmal hantiger, einmal schmierig-fettig, einmal eine echte Delikatesse. Pad Thai kannst du mit Garnelen, mit Huhn, mit Tofu bestellen – und es ist immer gut. Hier ein Verkostungsfoto aus der Kao San Road – mit Frühlingsrolle! Rezept für Pad Thai bekommst du hier.

 

Morning Glory (Pak Bung)
Morning Glory – wie schön kann der Name eines Essens denn klingen? Dabei ist es ganz simpler Spinat, ok, chinesischer Wasserspinat. Abgemacht mit einer Mischung aus Fischsauce, Sojasauce oder Austernsauce, jede Menge Knoblauch und Chili. Wir haben diesen einfach so oft es geht dazu gegessen, weil er SO gut ist und sie ihn in Bangkok auch an jedem Stand hatten. Und wir Reis nicht immer ertragen konnten und etwas anderes als Beilage brauchten. Als wir auf Koh Chang strandeten, war die Versorgung mit Morning Glory jedoch vorbei – was uns doch sehr wunderte. Also in Bangkok reinhauen was das Zeug hält und genießen.

.Ach ja: das ganze gibt es dann auch noch unter dem Namen „Pad Pak Bung Fai Daeng – „Red Hot“ Stir-fried Morning Glory“

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Gedämpfter Fisch in Limettensauce (Pla Neung Manao)
Sicherlich eines unserer favorisierten Essen im Thai Urlaub: Fisch! Gerade der steemed Fisch, also der gedämpfte Fisch, hat es uns besonders angetan. Serviert in einer Metalform, voll mit Gewürzen. Hier wird der Fisch so gedämpft, dass er beinahe auseinanderfällt. Ein Happen Reis dazu – etwas Morning Glory und der Blick auf die vollen Straßen Bangkoks. Ein Traum! Auch wenn das jetzt auf den Food-Fotos nicht sonderlich einladend aussieht, aber hier müsst ihr uns einfach vertrauen – es schmeckte jedes Mal einfach nur himmlisch. Frisch, scharf, sauer-fruchtig – herrlich. Und weil wir gerade bei köstlichen Meeresbewohnern sind: Bitte, probiert unbedingt die Muscheln – sie werden in einer Mischung aus Sweetchili, Knoblauch, Koriander und Limette gedämpft. Mhhhh.. Diese Fotos wurden im Streetfood Paradies dem Chinatown in Bangkok gemacht – Essen an jeder Ecke!

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Auch nicht zu verachten, sind alle Variationen von Fisch! So wie hier ein Red Snapper in Chilisauce:

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Fish Cakes – Tod mun pla
Im Grunde sind thai Fish Cakes nichts anderes, als Faschierte-Fischlaibchen. Würzig durch eine rote Currypaste wird alles vermengt und gemixt und dann heiß herausgebacken. Diese sind dann handlich zum Essen und werden auch gerne mit einem thailändischen Gurkensalat gereicht. Wir haben die Fischküchlein  während unseres Thai-Kochkurses auch gemacht. In einer wunderschönen high-class Variante. Fast zu schön zum Essen. Die Street Food Version schmeckt aber gleich! Hier lang zum Rezept der Fischküchlein.

Thailändische-Fischküchlein-Fish-Cake-Tod-mun-pla

Cashew-Hühnchen
Ein all-time Favorit. Das ist so gut. Die Cashewnüsse machen das Gericht weich und es kommt unserem Verständnis von asiatischem Essen einfach nahe. Es ist „normal“ scharf und hat nichts enthalten, was man nicht kennt – ist ja auch mal wichtig. Man will ja nicht immer überlegen, auf was man da so beißt. Auch dieses Gericht bekommst du in den Garküchen und Garküchen-Restaurants überall. 

Cashew-Hühnchen-Street-Food-Thailand

Curry

Thailändisches Essen wird ja hauptsächlich mit einem Wort beschrieben: Curry. Dabei ist Curry eigentlich indisch und auch die thailändische Küche hat sich da der indischen bedient. „Keang“ ist das Wort, das die Thailänder für ihre Art der Curries verwenden. Sie stellen die Curry Paste selbst her und diese ist dann auch die Hauptzutat. „Keang“ ist jedenfalls leichter als das indische Curry und die Keang-Curries werden mit frischen Zutaten und Gewürzen aromatisiert. Schauen wir uns die bekanntesten Keang-Curries an:

Red Curry – keang ped (hot curry)
Dieses rote Curry ist das schärfste und den thailändischen Curries. Dieses wird auch oft als Basis für andere Curries verwendet. Aber es schmeckt herrlich – und ist herrlich schweißtreibend. Selbst die „not so spicy“-europäische Version ist noch scharf!Green Curry
Die Farbe bekommt das grüne Curry von frischen kleinen grünen Chilis, die monoton zu einer Paste gemörsert werden. Dieses Curry ist aromatisch und eher mild.

Penang Curry
Ein weiterer Curry Klassiker ist das Penang Curry. Es ist weniger flüssig als andere Curries und es werden weniger Gemüsesorten beigemengt. Aber es schmeckt köstlich. Penang-Curry-Thai-Kochkurs-in-Ko-Chang-Blue-Lagoon-Cooking-School-

Masamam Curry mit Rindfleisch

Das Masaman Curry ist der Freund der deftigen, warmen Geschmäcker. Es hat einen iranischen Einschlag und wird im thailändischen Volksmund auch „des Königs Lieblingsessen“ genannt. Es schmeckt herrlich, aber wir konnten es nie ganz aufessen, weil es sich nicht mit unserem Hitzeverständnis anfreunden konnte: Es war uns zu viel. Zu viel von (für uns typischen) weihnachtlichen Gewürzen wie Anis, Kardamom und Zimt. Uns hat es bei fast 40 Grad fast von den Plastikstühlen geschmissen. Aber alle lieben es – und ihr müsst es wirklich versuchen. Lest hier noch mehr zum Lieblingsessen des Königs und findet das Rezept, das wir für euch auf Koh Chang gesammelt haben.

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Die Desserts

Mango Sticky Rice (Khao Neow Ma Muang)
Eine Nachspeise, die wirklich jeder mag. Ohne Ausnahme! Süße Mango auf Kokos-Klebereis. No more words needed!

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Rotti Pancakes
Diese Pancakes sind eher Crepes oder knusprige Palatschinken – gefüllt mit allem was du dir wünscht. Diese werden an kleinen heißen Ständen zubereitet, die dann oft noch am Rad hängen und mit denen die Verkäufer einfach ihren Standort wechseln können. Herrlich schmecken die Rottis süß mit Schoko und Banane.Thailändische-Küche-Streetfood-Roi-Pancakes

Wo bekommst du das beste Street Food in Bangkok?

Bangkok-ChinatownDie good News sind: Sich dem Street Food hinzugeben, hat für jeden Besucher Bangkoks hauptsächlich Vorteile: Es ist günstig (zirka € 2,00 für eine Hauptspeise), es schmeckt großartig, du kommt in Interaktion mit den Einheimischen, es ist authentisch und es ist sicher! Sicher deshalb, weil du siehst, was gekocht wird, frischer geht es meist nicht mehr!

Wir sind der Meinung, dass die besten Street Food Straßen immer genau diese sind, auf der du gerade stehst – du brauchst nicht extra einmal quer durch die Metropole rasen, um etwas Gutes zu bekommen. Street Food Wägen sind überall. Aber du musst halt wissen, was du bestellen sollst – oder es einfach probieren – aber du wirst nicht herausfinden was es dann ist 🙂 Spannend.Aber weil wir nicht so sind, möchten wir euch hier noch unsere Erfahrung teilen, wo wir das beste Street Food, bzw. das beste Essen in Garküchen, bekommen haben.ChinatownAuthentisches Thai-China-Food bekommst du natürlich wo? Genau: in Chinatown. Hier findest du hunderte Stände, Wägen und Märkte. Du kannst dich hier getrost durch Dumplings aller Art jausnen und wirst glücklich und zufrieden ins Fresskoma fallen.

 

Silom Road

Wie immer ist der Geschäftsbezirk auch mit unter der mit dem besten Essens-Angebot. Zumindest rund um die Geschäftszeiten wimmelt es hier so von Straßenwagen, die die Geschäftsmänner und -frauen verköstigen wollen. Da wo alle hinwollen, da willst du auch hin. Am meisten los war bis dato immer in der Soi Convent und der Soi 20 [Stand 2016].

Rombutrri Road / Soi Rombutrri

Jeder Bangkok Besucher (Tourist) wird früher oder später in die Khao San Road gespült. Wenn er sich die Mühe macht und diese bis zum Ende durchläuft, findet er die Paralellstraße davon: die Rombutrri Road. Noch genau so verrückt wie die große Khao San Schwester, aber wesentlich entspannter und kulinarischer. Auch wenn ihr Beinamen „Dog Shit Alley“ (wegen der Hunde und so) ist…Hier gibt es neben dem klassischen Street Food (Unmengen an Wägelchen) auch Street-Food-Restaurants. Sie scheinen wie eine Garage in der ausgekocht wird. Wir haben hier unser absolutes Lieblings-„Lokal“ Magic Mike entdeckt! Du sitzt mit Fremden auf langen Biertischen und genießt das köstlichste Essen EVER.

China Town

Auch hier kann man sich durch Gassen und Strassen futtern. Unser grandiosestes Erlebnis: Wir haben hier ganz begeistert so schwarze „Wuzerl“ aus einem heißen Topf bestellt – und sind dann drauf gekommen, dass es stinknormale heiße Maroni waren. Was haben wir gelacht.

Rot fai Nightmarket

Shoppen und Futtern. Was gibt es besseres? Dieser Nachtmarkt ist wirklich schön und in der Mitte gibt es einen riesigen Foodcorner mit allem Möglichen und echt in guter Qualität. Tischchen, Besteck und coole Musik inklusive.

Rot-Fai-Nightmarket-Bangkok

JJ Market – Chatuchak Weekend-Markt

Der Wochenendmarkt der Superlative bietet nicht nur im Shoppingbereich ALLES – nein, auch in Sachen Street Food! Hier kannst du dich bewusstlos essen. Das muss der europäische Organismus aber erst mal aushalten, denn tagsüber kann es schon mal etwas heiß werden. Aber gut, dass es hier auch Getränke überall gibt.Bangkok-JJ-Market

Wenn du dich für das Shopping in Bangkok interessierst haben wir hier unsere Tipps für dich zusammengestellt: „Shopping in Bangkok

“Was denkt ihr? Haben wir noch etwas vergessen?

Du kannst dir den Foodguide für später aufbewahren, indem du ihn auf Pinterst pinnst:

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